Was kommt als nächstes!

¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† F1 2010 die oberste Liga, andere Welt, pures Adrenalin + ūüíĮ

 

F1 Go!

 

 

F1 Adrenalin pur, viel schnell passion4speed  

 

Mit nichts kann man die Sinne, Körper und Reaktionszeit vorbereiten auf einen F1 Boliden!

 Keine Zeit zum Nachdenken vor der Kurve, alles geht ultra schnell, auch die Gedanken sind nicht schnell genug!


¬†Lektion ¬†Speed! Da von sooo viel,¬† dass ihm der Hintern auf Grundeis geht!¬†Das der Marcel richtig ¬†Angst bekommt, dass war das Ziel, aber der √§ltere Heer gab einfach wiederum richtig Gas ūü§£

 

 

Angst kriegen und f√ľr immer in Zukunft die Finger davon lassen!

 

 

F1 / V8, erste vorsichtige Runde, danach war es aber richtig und nicht zum einparken!

 

 

 

Es gibt noch eine Steigerung ! F1 / V10

 

Sieht so jemand aus, der Schiss hat, glaube kaum! Trotzdem bin Stolz auf mich, der alte Mann war verdammt schnell und liess es richtig fliegen!

 

Danke an Sohnemann Andreas, der dass ganze erst ermöglichte, zusammen mit meiner Frau Helga!

 

Der Plan war geboren dem bald 50 j√§hrigen speedverr√ľckten Autonarren, seine Illusionen zu nehmen,¬† ihn auf brutale Weise ¬†auf den Boden der Realit√§t aufschlagen zu lassen ¬†und ¬†ihn mit einer richtigen Lektion zur Vernunft zu bringen, ¬†damit er endlich Ruhe geben sollte! Ganz hat es nicht geklappt, die Elise ist zwar aus dem Kopf ( 2010 ) , neu ist aber, dass er so schnell wie m√∂glich wieder in ein F1 Cockpit m√∂chte!

 

 

Die Vorgabe war seit Jahren gegeben, alle wussten das ich ein Speedjunkie und verr√ľckter Spinner bin. Dies habe ich wohl von meinem verstorbenen Vater mitbekommen. Die ¬†Drohung, mit 50zig eine Lotus Elise zu kaufen, machten ¬†gewisse Familienmitglieder ¬†geh√∂rig nerv√∂se! Gerade meine Frau Helga, die bei diversen Ausfahrten mit erlebte, dass ich recht gut Stoff geben kann, mit dem kleinen roten¬†MX-5, aber trotzdem immer √ľber die nicht vorhandene Leistung ¬†jammerte.
Sie weiss seit 20 Jahren, dass ich keine leeren Versprechungen mache sondern fast immer unvern√ľnftig aufs Ganze gehe, die ¬†Angst vorm finanziellen Teil einer Elise anzuschaffen war wohl gr√∂sser als der eines Unfalls damit!


Somit war der Plan geboren dem bald 50 j√§hrigen speedverr√ľckten Autonarren, seine Ilusionen zu nehmen,¬† ihn auf brutale Weise ¬†auf den Boden der Realit√§t aufschlagen zu lassen ¬†und ¬†ihn mit einer richtigen Lektion zur Vernunft zu bringen, ¬†damit er endlich Ruhe geben sollte!


Hinter meinem R√ľcken wurde die letzten Monate immer getuschelt, dubiose Telefongespr√§che fanden statt. Von Freunden wurden mir¬† ??????¬† Fragen √ľber allerlei gestellt.
Endlich ¬†Ferien, ¬†am Donnerstag meinem Geburtstag ¬†waren die Koffer gepackt, es ging los Richtung Italien Frankreich f√ľr 4 Tage bis Sonntag.


Helga sowie Andreas fuhren mit mir an die Cote Azur in der n√§he von St. Tropez ¬†wo ein Hotel bereits reserviert war! Ich vermutete etwas, jedoch dachte ich eher so an eine S√ľppeler- ¬†Tour, mit Kart, Bungeejumping oder so was.

 

 

Es ist morgens fr√ľh der 50. Geburtstag, aufstehen!

 

 

Super Wetter f√ľr eine Ausfahrt ins 800Km enfernte Frankreich genau richtig!

 

 

Die Jungs vor unserem Balkon sind schon wieder fleissig uns die Aussicht zu zu bauen.

 

 

Drahtzieher, Urheber Andreas, die ersten deftigen Spr√ľche kommen schon fr√ľh!

 

 

Ach ja! Auch Helga hängt da irgendwie mit drin!

 

 

Geschaft, ganz angekommen nach ca. 800km!

 

 

Nicht schlecht!

 

 

Unser Zimmer sch√∂n und sauber. Am Abend des 26. wurde mir ein Geschenk √ľberreicht, dass es in sich hatte. Einen Tag auf der Rennstrecke, Theorie und Fahrkurs f√ľrs Erste mit einer Formel 3 zum angew√∂hnen, danach ¬†Theorie und Praxis mit einem Formel 1 zum selber fahren, zur Kr√∂nung der Abschluss, Taxifahrt im Zweisitzer mit dem F1 Profi, dass es mir die Aug√§pfel beim Anbremsen verdrehen sollte!
Königsklasse, F1, Woohw!!!!!

 


 

In unmittelbarer N√§he von Saint Tropez liegt die ehemalige Teststrecke des AGS-Formel 1-Rennteams. Le Luc befindet sich inmitten gewachsener Natur auf einem Plateau im ganzj√§hrig milden Klima des VAR in S√ľdfrankreich.

 

 

Königdisziplin F1

 

 

Nach einer theoretischen Einf√ľhrung wird die Rennstrecke abgefahren, um sich die Brems- und Schaltpunkte sowie die Ideallinie einzupr√§gen. Als dynamische Fahr√ľbung folgen 15 Runden in einem Opel Lotus (√§hnlich Formel 3 / Formel Renault). Nach dem Mittagessen naht der gro√üe Moment.... sich selbst im Formel 1 Boliden ans Steuer zu setzen!

 

 

Die Strecke

 

 

Nach einer kleinen Erfrischung begeben wir uns in den Umkleideraum, um die Ausstattung anzuziehen, und schon befinden wir uns in einem anderen Ambiente oder eher in einer anderen Welt.

 

- feuerfestes Rennoverall
- F1-Rennfahrer-Helm
- feuerfeste Kopfschutzmaske
- Rennfahrer-Handschuhe
- Rennfahrer-Schuhe

 

 

Der Caf√© will wohl doch nicht so recht schmecken, zu wenig geschlafen? Die Gedanken Kreisen, es gibt kein zur√ľck!

 

 

Dank den Angaben ( Helga ) auf dem Anmeldeformular (Körper-, Schuhgrösse, Gewicht und Kopfumfang), ist bereits bei Ankunft die gesamtes persönliches Equipment 'FIA-approved' in meinem persönlichen Garderobenkasten bereit gestellt.

 

 

Es ist abgerichtet!

 

 

Mit René und seinen Jungs, verstanden wir uns von Anfang an besonders gut!

 

 

Ab zum Briefing und Unterricht!

 

Briefing "RENNFAHREN"
Sicherheitsvorschriften und alle Geheimnisse √ľber das Fahren eines Einsitzers: Kraft√ľbertragung, Bremsen, Beschleunigung, langsame und schnelle Kurven, ‚Ķ

 

 

Grrrrrrr, was da so rumsteht! Jorden F1

 


 

Die Strecke mit der Gangwahl f√ľr den Formel 3 Die Formel 1er haben 6 G√§nge!

 

 

F3 425kg 180PS Lotus Opel Motor

 

 

F1 505kg 650PS V8 Coswoth Ford

 

 

Jetzt gilt es! Formel 3

 

 

Es ist angerichtet. Nach 45 Minuten Theorie, fahren wir bereits mit dem Schulbus die Rennstrecke ab. Mit Hilfe des Streckenplans pr√§gen wir uns die Brems- und Schaltpunkte sowie die Ideallinie ein. Danach folgen die dynamischen Fahr√ľbungen in einer Formel 3 mit 180 PS. Bremsen, Stabilisieren, Schalten mit Zwischengas in einer bestimmten Zone sind die ersten Anforderungen vorgegeben. Nach diesen √úbungen zwei komplette Serien ausgetragen, damit man die Rennstrecke in den "Griff" bekommen. Insgesamt sind 15 Einf√ľhrungsrunden vorgesehen.

 

 

Strecke einprägen, nach der Besichtigung. Die F3 sind nicht zu unterschätzen, das geht schon mächtig ab, schnell zeigt sich, wer  was darf oder wer eben nicht!

 

 

 

Ich kriege die Nummer 11 Helga und meine Gl√ľckszahl.

 

 

Der kleine Formel 3 wiegt nur 425kg und bringt 180PS auf den Boden. Die Beschleunigung betr√§gt von 0- auf 200 unter 4 Sek. Spitze auf der Gerade √ľber 200Km/h Bremsweg von 200 auf 0 um die 50 Meter. Schaltung via Wippenschaltung am Lenkrad.

 

Nein keine Angst, das wird lustig! ¬ęentweder man beschleunigt oder man bremst¬Ľ Jetzt will ich auf der freien Strecke, aber es gibt strenge Vorschriften. Mit 4500 Touren rolle ich die lange Gerade hinunter ‚Äď das hat etwas von chinesischer Folter. Es kommt mir vor wie im Schneckentempo, denn dieser Formel 3 w√ľrde locker 2000 Umdrehungen mehr vertragen.

 

Es fällt mir schwer, mich zu beherrschen. Der Verstand ist willig, doch der rechte Fuß will Gas. Die mahnenden Worte des Instruktors Patrick Gaillard klingen noch in meinen Ohren: "Wer sich nicht an unsere Spielregeln hält, der fährt nach Hause!" Und die Regel hieß nun mal: "Die Maximaldrehzahl liegt in den ersten Runden bei 4500 Touren." Nach 20 Runden, zigmal abbremsen, hochschalten und ersten Windschatten-Duellen geht es dann ans Eingemachte.

 

 

 

 

Fazit nach den ersten 5 Runden merke ich: Der Rennleiter Patrick hatte mich zusammen mit Ronny Alder sehr gut vorbereitet. Der kleine Flitzer machte unheimlich Spass. Die Beschleunigung ist ab ca. 7000 U/Min. schon richtig top. Das Teil will nur noch vorw√§rts. Die Bremsen funktionierte einwandfrei, die Wippenschaltung knallt die G√§nge nur so rein. Ich verzichtete darauf den Tourenz√§hler im Auge zu behalten, da ich nach dem Motorenger√§usch schalte. Zudem z√§hle ich die G√§nge, wie empfohlen laut mit. Es ist eng, es ist laut, der Wind pfeift ungehemmt um den Helm, nie bin ich Kurven schneller gefahren (wie ich glaubte), nie f√ľrchte ich, der Wagen k√∂nnte gleich umkippen. Im Hinterkopf ist h√∂chstens ein latent lauernder Dreher pr√§sent.( Man m√∂chte sich nicht blamieren! ) Denn ich fahre auf Slicks und mit einem Auto, das ABS nicht mal vom H√∂rensagen kennt. Zudem beobachten Patrick die Zielkurve und Gegengerade sehr genau, was man ihr so zum besten gibt! ( Wenns nicht passt, rote Flage raus an die Box! )

 

 

Eingangs der Kurve f√ľr die Zielgerade steht Patrick mit der roten Flage und holt doch tats√§chlich Ren√® vor mir f√ľr eine Runde raus? Ich habe Gl√ľck, in der n√§chsten Runde versuche ich noch sp√§ter zu bremsen um das Teil noch schneller die Gerade runter zu pr√ľgeln. Anbremsen, linke Wippe bet√§tigen, einlenken, gerade stellen, Gas, Tempo so schnell wie m√∂glich abbauen, damit ich so fr√ľh wie m√∂glich wieder ans Gas gegangen werden kann. Schneller gehts nicht. Prompt hebt mir Patrick den Zeigefinger, weil ich hinten √ľber die Kurps r√§ubere! In der n√§chsten Runde √ľberhole ich das Erste mal auf der Geraden ein Fahrzeug vor mir. Von Runde zu Runde traue ich mich mehr, in der hinteren leichten Kr√ľmmung ziehe ich trotz blinder Einfahrt voll im 5. Gang durch. Man bremst in der Regel viel zu fr√ľh. So lange wie m√∂glich am Gas zu bleiben und das erst noch mitten in einer Kurve auf einer Linie, die einem unlogisch erscheint, braucht Nerven sowie ...Mut. Auch gef√ľhlvolles, degressives Bremsen will gelernt sein, besonders mit Slicks. Ist der Bremsdruck nur etwas zu hoch, wird das Man√∂ver zur Pirouette. Schliesslich will ich fahren und nicht parken. Raus aus der Zielkurve Lenkung gerade und voll aufs Gas rechts am Lenkrad 3-4-5 bremsen, n√§chst Kurve einlenken runter¬†schalten 5-4-3, verdammt muss das schnell gehen. Denn ich sitze im Cockpit eines Formel 3: 440 kg leicht, 180 PS stark, 0 bis 100 in 4 Sekunden und von 200 auf 0 in unter 50 Metern. K√∂nnen tut das jeder, aber nicht jeder hat's drauf!

 

 

Die Besprechung F3 sah f√ľr Ren√© und mich gleich aus: Kritik, zu sp√§t gebremst, zu fr√ľh beschleunigt, das ist kein Race!

 

Von der Terrasse an der Boxengasse aus verfolgen die √ľbrigen Fahrer genau, wie sich der Kollege auf der Piste anstellt. Auch wenn es keiner zugibt, und Jacques nicht m√ľde wird, uns einzutrichtern: ‚ÄěJeder f√§hrt nach seinem Stil‚Äú, l√§uft hier ein Wettkampf ab. Zwar werden keine Rundenzeiten genommen, und die Geschwindigkeit kann man nur sch√§tzen ‚Äď auf den Geraden ungef√§hr F3 240 km/h F1 260km/h, sagt Jacques ‚Äď aber es geht schon darum zu zeigen, wie schnittig man die Kurven nehmen und wie rasant man beschleunigen kann.

 

 

Analyse und Kennenlernen der Rennstrecke.
Die Instruktoren kommentieren jede Kurve.
Erklärung des detaillierten Streckenplans, der Rennpiste, die Getriebeabstufungen, …

 

Als Erstes gilt es 5 Test- Runden zu absolvieren, dabei wird Ende der Zielgeraden gebremst um dies richtig zu lernen, danach wird entschieden, ob der Pilot f√§hig ist √ľberhaupt weiter zu machen.

 

 

Warten bis endlich los geht, hatte Spass mich hoch zu nehmen. "Lieber du als ich!" Schlitzohr ! Kameramann Andi und mein Boxenluder, mein cooles Team

 

 

Helga f√ľhlt sich sichtlich wohl auf der Rennstrecke und es war ihr nicht mal langweilig wie bef√ľrchtet!

 


F1

 

Nach einer ebenso rasanten Fahrt vom Restaurant zur√ľck zum Circurit folgte nochmals Theorie f√ľr den F1,............ ehmmm, ich konsentriere mich!

 

Arnaud f√§hrt auf die Strecke zur√ľck und f√ľr uns eine ideale Runde mit dem Bus. Vor einer engen Kurve steigt er pl√∂tzlich voll in die Bremse und wir im Bus purzeln beinahe alle √ľbereinander. ‚ÄěBeide H√§nde bleiben am Lenkrad‚Äú, doziert Jacques cool auf dem Fahrersitz, ‚Äěsie stabilisieren das Fahrzeug. Erst dann herunterschalten!‚Äú Gummispuren links und rechts auf der Strecke unterstreichen seine Worte. ‚ÄěDenkt dran‚Äú, ermahnt er uns, ‚Äěihr bewegt ein Rennger√§t!‚ÄúDas ist Konzentration!!! Die R√§der drehen auch im 5. Gang noch durch mahnt er.

 


 

Köniksklasse F1 / 0 - 200 km/h unter 4,8 Sekunden
270 - 50 km/h in nur 50 Meter die andere Dimenssion!

 

Die Autos wurden von AGS modifiziert und sind mit V8-Ford Cosworth Motoren ausger√ľstet (650 PS bei max. 11'000 U/min.)

 

10 Weltmeistertitel
Hubraum : 3,5 Liter
LEISTUNG : 650 PS

 

Der bei Rennen von den Rennst√§llen Tyrell, Arrows und Benetton f√ľr Rennfahrer wie Alesi, Alboreto, Herbert, Nakajima, ‚Ķ. Eingesetzte Wagen bietet einen ausgezeichneten Nutzungsbereich, ein angenehmes Fahrverhalten sowie eine beispielhafte Zuverl√§ssigkeit.

 

Briefing "FORMEL 1".
hier lernen wir die Besonderheiten des F1 kennen: Carbonbremsen, Getriebegehäuse, Startprozedur, Sicherheitsvorschriften…. alle notwendigen Informationen

 

 

 

Handgeschalteter F1 f√ľr Hardcorefahrer ist bereits warm gefahren und bereit! Langsam beginnen sich bei mir die Nackenhaare zu str√§uben, wenn die F1 Boliden 3 Runden lang von den Staffs warm gefahren werden! Dieser Sound, sch√∂ner kann Musik nicht sein!

 

 

Dann ist es so weit. Mein Name wird ausgerufen, der Puls steigt. Helm und Handschuhe mit nehmen und den F1 geentert. Zum ersten Mal in meinem Leben zw√§nge ich mich ins enge Karbon-Monocoque eines modernen Formel 1 - Rennboliden. Die Mechaniker zurren mich im Cockpit fest, dass mir die Luft wegbleibt. Dann noch letzte Ratschl√§ge: " Marcel, Gasgeben kannst du, hier kommt es jetzt auf das Bremsen an. Du hast nur einen einzigen Gegner ‚Äď deinen rechten Fu√ü."

 

 

Sich noch einmal die Schaltung erkl√§ren lassen, Z√ľndung an, Instruktor Patrick gibt mir dann Zeichen f√ľr mehr Drehzahl, bei 7000- 8000Touren bekomme ich Start-Freigabe.

 

Der Wagen wird hin und her bewegt, alles klar, ich hab den Kupplungspunkt! Ich soll nach Gehör der Touren schalten, die Gänge soll ich wärend des Schaltens abzählen, denn vor der Kurve fehle mir die Zeit um auf das Display zu sehen garantiert, meint André!

 

 

 

Jetzt gilts ernst

 

 

Patrick stetzt das Steuerrad auf

 

 

Einkleiden

 

 

 

Warm, wird nun noch heisser!

 

 

Richtige Ausr√ľstung!

 

 

Redy to Contakt o.k and go!

Nochmals durchgehen, wie in Trance: Kontakt, Kupplung, hochdrehen auf 7-8000U/Min und

Kupplung, 2.Gang rein, Millimeter weise kommen lassen! Auskuppeln, nun gilt es vor ganz grossem Publikum mit ca. 7000 Umdrehungen pro Minute, mit sachtem millimetergenauem Einkuppeln und viel Gef√ľhl, im rechten Fuss elegant auf die Piste hinauszufahren. Jetzt geht es erst richtig los, mit unbarmherziger, brachialer Gewalt...

 

Der zweite, lang aufgeschossene Mechaniker gibt den Pressluftstoss aus der Flasche ins Hewland-6-Gang-Renngetriebe und erweckt schlagartig 650 PS im Cosworth V 8 zum br√ľllenden Leben.

 

 

 

"Lockern Sie doch die Gurte etwas, bitte", flehen ich den freundlichen S√ľdfranzosen von AGS an. Andr√©, unl√§ngst noch im GP-Team von Williams auf allen Grand-Prix-Strecken der Welt Zuhause, l√§chelt verschmitzt: "Tu verras, Du wirst schon sehen, wenn Du das erste Mal in die Carbontremse Tritts! Du wirst mir dankbar sein!"

 

 

 

Es gibt kein zur√ľck! F1 ¬ę Modern ¬Ľ mit robotisiertem Schaltgetriebe (am Steuer durch Schaltwippen bet√§tigte Schaltung).

 

 

F√ľhlt sich gut an, 7LED's rot bis 7000U/Min., gr√ľn 8000U/Min bis √ľber 10'000U/min. Instruktion, wo ist das verdammte Bremspedal???

 

 

F1 Adrenalin pur!

Mit nichts kann man die Sinne, Körper und Reaktionszeit vorbereiten auf einen F1 Boliden!

Keine Zeit zum Nachdenken vor der Kurve, alles geht ultra schnell, auch die Gedanken sind nicht schnell genug!

 

 

Infernalisch br√ľllt er auf und die umstehenden halten sich die Ohren zu. Verstehen wohl zu wenig von der echten Formel 1 - Musik. Sch√∂ner als jede Sinfonie, stellte schon Herbert von Karajan selig fest. Die breiten Rennwalzen im Spiegel, weicher Gummi dampft leicht vor sich hin. Die fetten, profillosen Walzen bewegen sich, Visier zu und los. Auf zur Reise in den Olymp der F1 Fahrleistungen.

 

Wer sagt's denn! Hand nach oben, der Luftansaugstutzen pfeift hinten und der V8 heult auf. Zweiter Gang, ich lasse die Kupplung los… und gehören nun mit zu dem geschlossenen Kreis der Jenigen, die einen F1 selber fahren. Perfekt!

 

Lektion ¬†Speed! Da von sooo viel,¬† dass ihm der Hintern auf Grundeis geht!¬†Das der Marcel richtig Angst kriegt und f√ľr immer in Zukunft die Finger davon l√§sst!

F1 / V8, erste vorsichtige Runde, danach war es aber richtig und nicht zum einparken!

 

 

 

Endlich draussen mit dem F1 Geschoss, F 1 - Monoposto mit freistehenden Rädern von 100 auf 200 km/h in unter 2,2 sec. zu katapultieren ist schlankweg unbeschreiblich. Das furiose Finale von Ravels "Bolero" ist nichts gegen die Blasmusik des V8 Cosworth-Triebwerks.

 

1 Runde gehe ich verhalten an. Meine Pobacken schweben nur wenige Zentimeter √ľber dem Boden. In den F√ľ√üen habe ich das Gef√ľhl, ich k√∂nnte mit ihnen dem Vordermann ( wenn es diesen g√§be ) in den Hintern treten. Hier sitzt man nicht, hier liegt man!

 

 

Mit nichts kann man die Sinne, Körper und Reaktionszeit vorbereiten auf einen F1 Boliden! Keine Zeit zum Nachdenken vor der Kurve, alles geht Ultra schnell, auch die Gedanken sind anfangs nicht schnell genug!

 

 

Schon juckt wieder die blanke Unvernunft. Es scheint mit jemand hat die Bremsmarkierungen in der Mittagszeit, weiter von der Kurve weggeschleift. Ich versuche nochmals etwas sp√§ter, daf√ľr st√§rker zu bremsen! Die Schwierigkeit vor den Kurven muss alles sehr schnell gehen, Bremsen, Runterschalten, einlenken, fast alles gleichzeitig, erfordert volle Konzentration, bei eben noch Tempo √ľber 250 Km/h, welcher Gang ist jetzt eigentlich drin!

 

 

2. Runde, frech und n√§her an den Pillonen! Die G√§nge knallen nur so rein! Beim Tritt aufs Gas erfolgt ein brachialer Schub, aber man f√ľhlt sich als Ganzes mit dem F1, eine andere Dimension! Bin ja auch festgezurt wie auf einem Torpedo! Dann fliege ich auf die n√§chste Kurve zu und darf mich der Verz√∂gerungskraft einer Carbonbremse hingeben. Der Kopf geht immer mit, links, rechts, vor, zur√ľck. Ab 8000 Umdrehungen wird der Wagen giftig, bei 11.000 so richtig fies. Beschleunigt in 2,2 Sekunden ‚Äď nicht von 0 auf 100, sondern von 100 auf 200 km/h. Die Perspektive ist wirklich ungewohnt. Ich sitze so tief, dass ich in jeder Fuge der Fahrbahn die Ameisen sehen kann.

 

 

Ab der 3ten Runde lass ich's richtig krachen, Zielgerade will ich unbedingt in den 6. hoch, unglaublich dieser Schub, Gegengerade bei der leichten Kr√ľmmung kurz vom Gas im 6ten und durch. Es geht, jjjjjeeeee!

Ab 8000 Touren hast du das Gef√ľhl, es bl√§st dir den Kopf weg ‚Äď trotz Rennhaube und Helm. Es ist ein hysterisches Heulen, dass den Puls nach oben jagt, das Herz schneller schlagen l√§√üt. Eine Drehzahlsinfonie. Und ich bin der Dirigent. Dazu noch der Geruch von Benzin und hei√üem Gummi, der √ľber der Strecke h√§ngt. Ein Gef√ľhl von Zufriedenheit und √úberlegenheit kommt auf. Nur nicht √ľberm√ľtig werden, den vor der Zeilkurve ist Konzentration gefordert!

 

 

 

Man möchte gar nicht mehr aussteigen! Schade schon vorbei! Schweißgebadet erreiche ich die Boxengasse. Ich habe es geschafft! Mein Traum von der Formel 1 ist wahr geworden. Und das auch noch in einem Boliden mit Ford Cosworth-Motor. Mit so einem fuhr Schumi in seiner ersten Formel-1-Saison 1991. Nur das Michael dieses Erlebnis mit 22 hatte und ich erst mit 50 Jahren.

 

 

Kaum zu glauben, dass erst ein paar Stunden vergangen sind, seit ich den Crash-Kurs in Sachen Formel 1 begonnen habe. Viel zu schnell endet der Formel-1-Traum: Ich durchquere die letzte Haarnadelkurve und bekomme die schwarze Flagge gezeigt. Das heißt in dem Fall nicht Disqualifikation, sondern Ende des Abendteuers. Ich rolle langsam in die Box.

 

 

Voll abgefahren!

 

 

Hammer diese Beschleunigung! Die Gänge knalten nur so rein, der Tritt von 650 Pferden folgt sofort in den Hintern!!!

 


 

Die Taxifahrt bereitete mir am meisten Sorge. Der Passagier erlebt hautnah eine völlig neue Dimension der Formel 1! Die brachiale Beschleunigung sowie die Bremsverzögerung sind enorm. Die F1- Taxifahrten. (0-200km/h unter 5 Sek.  ( Bremsen 270-50km/h in nur 50 Meter!!) - Gänsehaut garantiert!

 

 

Trotzdem mache ich mich bereit f√ľr den Doppelsitzer F1. Andreas meint nur " Du arme Sau! " Wenn der Werkspilot auf die Bremse tritt und die 650¬į heissen Kohlefaser- Bremsscheiben f√ľr eine gewaltige Verz√∂gerung sorgen, dann nicken die Fahrg√§ste stets kr√§ftig mit dem Kopf. Sie nicken aus Anerkennung, aber viel mehr noch, weil sie den enormen Kr√§ften, die auf ihren Kopf einwirken, kaum Stand halten k√∂nnen.

 

 

Zudem f√§hrt ein ehemalige F1 Pilot, das Teil. Nun befinde ich mich wie auf einer Bobbahn. Genial wie dieser Typ die Kurven an f√§hrt, keine Ecken, aber brachiales Bremsen um gleich wieder zu beschleunigen, cm neben den Pillonen vorbei! Vor mir befindet sich ein roter Knopf, denn man dr√ľcken k√∂nnte, sollte es zu heftig werden. Aber den brauche ich bestimmt nicht.

 

Eigentlich schade, mit der Taxifahrt wurde klar, dass ich wohl den F1 nur im unteren Bereich bewegt hatte, u de glich!

 

Ein unvergesslicher Traum Tag!!! Herzlichen Dank, Andreas und Helga!