Der etwas stärkere Tee!

Tasse Tee anklicken!


 

Rechts Sitzen links fahren und schalten sollte mir heute noch ein wenig Kopfzerbrechen bereiten. Tja alles können geht nicht!

 

 

 

Pünktlich um 9:00 erreichten wir das Gelände der Lotus Fabrik in Hethel.

 

 

Die Strecke von oben, leider durften wir während der ganzen Besichtigung, sowie in den Pausen keine Bilder schiessen, darum wurden wir in britischer Höflichkeit gebeten, darum div. bilder aus dem Web.

 

 

Diese zwei Geschosse, standen für uns bereit. Evora Linkslenker, Handschaltung, rote Exige, Rechslenker, Handgeschaltet ein richtiges Biest.

 

 

Die Strecke, Start war bei der Clark, der Kurs wurde im Uhrzeigersinn befahren, der Asphalt war noch leicht feucht, jedoch war man später auf der Gegebgeraden im trockenen um die 180-240 Kmh schnell.

 

 

Die Herzlichkeit der Engländer ist unglaublich, wir wurden in einen Stilvoll eingerichteten Container geführt. Nach Vorstellung des Teams Instruktoren und Erklärungen zur Strecke wurden bereits wieder Häppchen und Tee gereicht.
 

 

 

Nichts für schwache Nerven, dass ich zu wenig gut Englisch kann, merkte ich schnell, begann mich zu nerven, denn die Instruktionen von Martin Donnely waren sehr wichtig! Einen Moment nicht aufpassen und ich habe den Faden verloren 😬
Helm auf und los gings, mir wurde Martin Donnelly im ersten Durchgang zugeteilt mit dem Biest, der roten Exige dies schien sein Lieblingsteil zu sein.

 

 

Martin fraget mich go Marcel, wir setzten uns in die Exige. Ich musste mich anstrengen, um Martin zu verstehen bei seinen Ausführungen. Als wir raus fuhren wollte er kurz wissen, was Brake, more quickly auf Deutsch heisst, nun weiss ich nicht was er weniger traute meinem Englisch oder meinem Fahrkünsten.

 

 

Mit dem Rührwerk bekundete ich mühe, rechts sitzend, aber mit der linken Hand schalten ist sehr gewöhnungsbedürftig, mit Gang DREI der wollte einfach nicht rein beim runterschalten. Spätestens wenn daneben noch ein ehemaliger abgebrühter F1 Fahrer sagt hold the line, and Brake Break, go, go, more quickly macht es die Aufgabe nicht gerade leichter. Nun denn, mit über 180kmh und mehr die gerade herunter, in die Eisen zu steigen, das Geschlängel nach der Clarkkurve am Gas zu nehmen, macht so ein riesen Spass.

Lieblingseckenteil von Martin, die Kombination von Kurven zwischen Clark und Graham Hill, eine sehr technischen und anspruchsvollen Teil der Strecke, hier geht zu schnell und du bist offline, da jede Ecke zur nächsten führt, und kontrollierte Aggression ist hier der Schlüssel zu einer insgesamt schnellen Runde um diese fabelhafte Teststrecke!

 

 

Schnell merkte ich, wie die Exige gewaltig anschiebt, 410 PS sind eine andere Liga, eine Menge Holz, Leistung ohne Ende, nicht zu vergleichen mit meiner Elise Zuhause in der Garage. Auf der Bremse hat man das Gefühl, dass einem nichts passieren kann, Anker werfen schlichtweg unbeschreiblich.

Schiebt an ohne Ende, Sound mit Lastwechel, nur noch Suchtpotenzial, Martin, Go go!

Wenn man in der Pause an der Strecke steht und zusieht, wie die Kollegen Vorbeidonnern, so was von schön laut, unser Kurt würde durch drehen bei diesem Sound oder wäre kurz vor dem Infarkt! In der Schweiz wäre schon die Polizei aufgekreuzt, um alle zu verhaften und ihnen den Prozess zu machen, hier interessiert dies niemand, so cool👍🏼

Im Innern der Exige nimmt man dies beim fahren weniger wahr, dafür schwitzt man sich nass wie Sau wie wenn man frisch Geduscht hätte. Hier müsste der alte Mann wohl noch was an seiner Kondition arbeiten. Oder doch nicht, auch Martin auf dem Beifahrersitz hat ein Paar Schweissperlen 🤔

 

Grundsätzlich, die Exige ist ein absolut geiles Gerät, Hardcore, noch richtig fahren, weder Porsche noch Ferrari könne so viel Spass machen ohne Ende.

 

 

Nun nach Ende der ersten halben Stunde hatte ich den Bogen raus, Severin und ich kreuzten uns fast immer am gleichen Ort auf der Gegengeraden, Martin entgegnete, you are not a bad driver!
Einordnen lässt sich seine Aussage nicht, da erinnere ich mich wieder an die Höflichkeit der Engländer, die ich hier von der ersten Minute an festgestellt habe. Tja habe Martin aber ganz abgeliefert.

 

 

Runde Zwei, jetzt aber! Die Evora ist bereit mit einen anderen Instruktor, Felix Scott, wahrscheinlich war ich Martin vorher doch etwas too fast unterwegs gewessen..............!

Gerüchte fördern zeitweilig das Selbstvertrauen, Freunde!

 

 

Mit diesem Teil geht es richtig gut, kultivierter, die Schaltung ist dort wo sie sein sollte und ich sitze wieder links. Auch die Evora macht mächtig Dampf, die Federung ist deutlich weicher, zudem auf der langen Gerade zur Schikane bemerke ich, wenn sie nicht gerade beim Anbremsen mit ca. 180 Sachen, hingestellt ist, wird sie hinten leicht und es muss mit der Lenkung korrigiert werden, aber dies hat man nach der ersten Runde raus!

 


Runde 3, mitfahren 👌🏻

Nun nimmt der Meister höchstpersönlich Platz hinter dem Lenkrad, ich bekomme dieses Mal den Folterstuhl ab in der Exige. Martin tippt kurz auf sein linkes Bein, entgegnet "Hier habe ich kein Gefühl mehr seit dem Unfall, sollten wir irgendwo einschlagen geben wir zwei dieses Bein schuld, ok? Aber keine Sorge ab 180ig Sachen durchblutet es erst richtig und wir kriegen das hin ¨

 

 

Ohne Worte, Liga +3, der kennt nichts über die Korps ins Gras am Scheitelpunkt, schonungslos wird alles rausgeholt aus der Exige und das Teil geprügelt!

Anbremsen der Schikane mit fast 200Sachen, rechts, links und durch! Spitzkehre im Drift, mit der Bemerkung, are you a friend und legt sich den Zeigefinger vor den Mund, driften wäre verboten.

 

 

Well then, Danke Martin Donnely einfach nur ein Hammer Erlebnis war dies mit dir, schön dich kennen gelernt zu haben.